Die Geschichte des Hőgyészer „Wunderhirsches”

Die Geschichte des Hőgyészer „Wunderhirsches”

Im Komitat Tolna, auf dem Jagdgebiet der Gyulaj Forst- und Jagd AG wurde im Frühjahr 2010 ein imposantes und aufregendes Geweih im Wald in der Nähe von Hőgyész gefunden. Es war bemerkenswert, wie kraftvoll es gewachsen war, die Anzahl und Masse der Sprossen ließ auf eine vielversprechende Zukunft schließen. Es war interessant, dass niemand den für 6-7 Jahre alt gehaltenen Hirsch gekannt hat, er wurde weder beim Brunft noch in der Winterzeit gesichtet.

 

Im September 2010 konnte der am zentralen Ort, an dem sich die Hirsche zum Röhren trafen,  erscheinende Hirsch schon mit Leichtigkeit identifiziert werden. Er bekam bei seiner Taufe, wie es sich schon im Wald gebührt, den Namen „Ödönke” von dem Jagdpersonal.
Es war natürlich keine Rede davon, dass er erlegt werden könnte, denn da waren sich ziemlich alle Experten einig, dass er noch viele Hirschhochzeiten erleben muss, bevor jemand sein Gewehr auf ihn richten darf. Wir haben darauf gehofft, dass wieder mal ein Hirsch in dem Hőgyészer Wald erlegt werden kann, der es auf die Spitze der Rangliste schafft. Es gab ja schon viele große Hirsche, aber einen, den die Jäger des ganzen Landes und die der ganzen Welt respektieren würden, gab es noch keinen.
 
Ende Winter 2011 haben schon alle mit großen Hoffnungen auf das Ergebnis der Geweihsuche gewartet. Es musste nicht lange gewartet werden und das Ergebnis war auch keine Enttäuschung.
Das abgeworfeneGeweihpaar wurde im Herzen des Gebietes entdeckt, wo sich Ödönke ein paar mal gezeigt hat und damit gezeigt hat, dass er sich hier in Sicherheit fühlt und wir darauf hoffen können, dass er lange leber wird.
Die Hausbeurteilung brachte folgendes Ergebnis:

Länge: 104 und 106 cm
Rundmaße des Kranzes: 25,5 und 26,0 cm
Anzahl der Sprossen: 10 + 10
Gerechnete 24 Stundenmasse: 12,80 kg
Die schwer aber mit der nötigen Objektivität ermittelte Punktzahl: 232,78 IP

Ich muss gar nicht erwähnen, wie sehr wir darauf gewartet haben, was der nächste September bringen wird.
Ziemlich spät, aber letztendlich ist Ödönke doch noch erschienen - am Ort, wo er im vorigen Jahr auch zum Bruften erschienen war. Er hat sich viel stärker gezeigt, als er es im letzten Jahr war, so wurden unsere Hoffnungen immer größer. So ein großer Hirsch wurde auf unserem Revier noch nie gesichtet. Ödönke hat die Konflikte gemieden und hat die ganze Hochzeit lang geröhrt. Alle Experten bei der „Gyulaj” AG waren der Meinung, dass sein Abschuss noch nicht fällig sein kann, obwohl sich für diese Aufgabe aus- und inländische Jäger in großer Zahl gemeldet hätten.

Für den Winter hat er sich auf seinen alten Platz zürückgezogen, sein Geweih, das er fallen ließ, wurde am selben Ort, wie voriges Jahr entdeckt.

Die aktuellen Maße und die ermittelte Punktzahl waren folgende:
Länge: 112,5 und 109,0 cm
Rundmaße des Kranzes: 27,5 und 29,0 cm
Gerechnete 24 Stundenmasse: 14,10 kg
Punktzahl: 248,83 IP

Dann kam der September 2012, aber wir haben auf Ödönke auf seinem gewohnten Brunftplatz vergebens gewartet. Wie es schon in so einer Situation vorkommt, kamen Gerüchte von hier und da, dass er mal da, mal dort gesichtet wurde, dass er sogar von jemandem abgeschossen wurde, aber es waren keine auswertbare Informationen darunter.
Und dann im Februar dieses Jahres kam während einer Nachsuche in der unmittelbaren Nähe seines Brunftplatzes seine Trophäe zum Vorschein. Obwohl sie ganz anders ausgesehen hat als in den vorigen Jahren, haben wir sofort erkannt, dass wir die Überreste vom Körper unseres großen Hirsches vor uns haben. Die charakteristischen Sprossen, wie sie gebogen waren, ihre Masse und ihre Stärke ließen darauf schließen, warum wir ihn während des Röhrens nicht gtroffen haben.
Er hat noch, während sein Geweih wuchs, einen Unfall erlitten, er hat einen großen Schlag auf seinen Kopf bekommen. Infolge dessen hat er fast den ganzen linken Teil seines Geweihs verloren, so dass nur ein Stumpfen und ein ziemlich großer Augenspross übrig geblieben sind. Die rechte Seite wurde auch verletzt. Nicht desto trotz wog die auf beiden Seiten mangelhafte Trophäe 9,7 kg. Die Trophäe musste nach vorsichtigen Schätzungen über 15 kg erreicht haben.
Wahrscheinlich konnte er mit seinem verletzten verstummelten Geweih den Kampf mit seinen Gegnern nicht aufnehmen, so hat er von einem.von ihnen einen tödlichen Stich bekommen. Seine Kraft reichte nur dazu, dass er sich bis zu einem Schlammloch in dem naheliegenden Schilfgebiet schleppte.

Tut es uns Leid, dass die Geschichte von Ödönke so ein Ende genommen hat? Natürlich, ja. Denn jetzt wissen wir schon, dass er die Hoffnungen, die wir in ihn setzten, erfüllt hätte. Er hätte bewiesen, dass unsere Entscheidung richtig war, denn wir haben sie rein beruflich getroffen.
Bedauern wir, dass wir ihn nicht zum richtigen Zeitpunkt zum Abschuss frei gegeben haben? Gegen allen rationalen Überlegungen müssen wir dazu ganz klar nein sagen. Wir glauben daran, dass wir unserem beruflichen Umfeld mit einem guten Beispiel vorangehen müssen, denn wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Entscheidungen in der Wildwirtschaft einzig und alleine von kurzfristigen finanziellen Aspekten geleitet werden.
Auf dem Bild ist eine aus abgeworfenen Geweihen zusammengestellte Trophäe zu sehen.
Diese „zusammengestellte” Trophäe, die jetzt in seinem Lebensraum nur noch die Wand des Jagdhauses der Forstvervaltung Hőgyész der Gyulaj AG ziert, verewigt die Weite und die Pracht seines Geweihs.

Gálos Csaba Leiter der Jagdbranche – Stein Krisztián Leiter der Forstbranche
 

 

 

 

Erscheinungsdatum: 18. August 2013Im Komitat Tolna, auf dem Jagdgebiet der Gyulaj Forst- und Jagd AG wurde im Frühjahr 2010 ein imposantes und aufregendes Geweih im Wald in der Nähe von Hőgyész gefunden. Es war bemerkenswert, wie kraftvoll es gewachsen war, die Anzahl und Masse der Sprossen ließ auf eine vielversprechende Zukunft schließen. Es war interessant, dass niemand den für 6-7 Jahre alt gehaltenen Hirsch gekannt hat, er wurde weder beim Brunft noch in der Winterzeit gesichtet....

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